Dargun wurde 1172 westlich von Demmin im Grenzbereich zwischen Mecklenburg und Pommern von Mönchen aus dem dänischen Kloster Esrom gegründet, geriet aber schon früh in die kriegerischen Auseinandersetzungen der Epoche. Die Mönche flohen nach Greifswald und gründeten dort Eldena. Dargun wurde 1209 wiedergegründet, nun als Tochterkloster von Doberan. Im späten Mittelalter war Dargun sehr reich und besaß rund 60 Dörfer in der Region, dazu Mühlen, Salzsiedereien, Fischereirechte, Ziegeleien und Gutshöfe. Der Niedergang begann im 15. Jahrhundert, und 1552 wurde das Kloster ohne größeren Widerstand aufgelöst. Die Gebäude dienten in der Feudalzeit als Sitz der Herzöge von Mecklenburg-Güstrow, die hier ihr Residenzschloß errichteten, eine der glanzvollsten Schloßanlagen der Region. Schloß und Klosterkirche fielen am 30. April 1945 einer Brandstiftung durch Rotarmisten zum Opfer und sind seither Ruine. In den letzten Jahren wurden aber begonnen, die seit 1979 unter Denkmalschutz stehende Anlage zu restaurieren. Inzwischen ist der Mitteltrakt des Schlosses wiederhergestellt, und in die Kirchenruine wurden neue Fenster eingesetzt. Im vollständig erhaltenen Wirtschaftsgebäude bzw. Gästehaus ist der Klosterladen untergebracht.