Helfta


Die Grafen von Mansfeld gründeten 1229 in der Nähe ihres Schlosses ein Kloster, in das Nonnen aus dem Burchardikloster in Halberstadt zogen. Kurze Zeit später wurde es nach Roßdorf, dann nach Helfta (beides in der Nähe von Eisleben) und 1346 - nach Zerstörungen im Zuge der Halberstädter Bischofsfehde als Neu-Helfta an den endgültigen Standort unmittelbar vor die Stadtmauer von Eisleben verlegt. Das Kloster bestand bis zur Reformation, die hier 1545 eingeführt wurde, wurde aber wohl nie offiziell in den Zisterzienserorden aufgenommen. Die Nonnen lebten aber nach den strengen Regeln der Zisterzienser, unterhielten eine bedeutende Bibliothek und waren auch ein zentraler Ort der christlich-mystischen Bewegung. Auf dem Klostergelände im Südosten von Lutherstadt Eisleben steht heute ein großer Gebäudekomplex, der seit 1999 wieder ein Priorat der Zisterzienser beherbergt. Das Mutterkloster ist Seligenthal in Landshut. In der DDR-Zeit wurden die Gebäude von einem Volkseigenen Gut genutzt; sie sollten 1988 abgerissen werden, was aber verhindert werden konnte. Erhalten haben sich in Neu-Helfta die Klostergebäude und Reste der frühgotischen Klosterkirche. Eine neue Kirche wurde 1997-99 errichtet.


Start |  Übersicht