Neuenkamp war ein Tochterkloster von Kamp am Niederrhein, dem ersten Zisterzienserkloster auf deutschem Boden. Es wurde aber erst 1231, also mehr als hundert Jahre nach dem Mutterkloster, gegründet und war eine Stiftung der Fürsten von Rügen, die die Mönche in die Region holten, um das Land urbar zu machen. In der Reformation (1534/35) wurde Neuenkamp aufgelöst und die Gebäude von den pommerschen Herzögen als Nebenresidenz genutzt. Sie ließen in Neuenkamp ab 1578 ein neues Schloß errichteten (eine Vierflügelanlage) und benannten den Ort von Neuenkamp in Franzburg um. Das Schloß wurde aber schon 1660 wieder abgerissen. Erhalten hat sich die 1280-1330 errichtete Klosterkirche, die ab 1580 im Renaissancestil umgebaut worden war und als Schloßkirche diente. Sie ist heute die Franzburger Pfarrkirche und der einzige erhaltene Rest der ursprünglichen Klosteranlage.