Salem


Das 1134 gegründete und 1138 von Mönchen aus Lützel bezogene Zisterzienserkloster Salem gehört zu den bedeutendsten Klöstern im süddeutschen Raum. Das Kloster war eng mit den Staufern verbunden, die Salem schon 1142 zur Reichsabtei ernannten (Konrad III.). Seitdem war Salem reichsunmittelbar. Später war Salem eng mit dem Haus Habsburg verbunden und außerdem eines der führenden Klöster des Zisterzienserordens. 1143 wurde Raitenhaslach als Tochterkloster gegründet, 1227 Wettingen in der heutigen Schweiz. Auch das schon früher gegründete Tennenbach kam 1182 oder 1190 als Tochterkloster zu Salem. Die Reichsabtei blieb stets politisch bedeutend und war wirtschaftlich höchst erfolgreich. Davon zeugen unter anderem die ab 1697 errichteten barocken Klostergebäude mit prachtvoller Ausstattung, die 1297-1414 errichtete hochgotische Klosterkirche und die umfangreiche Klosterbibliothek, die sich allerdings seit der Aufhebung des Klosters im Jahr 1804 in Heidelberg befindet. Von Salem ging auch der Bau der Wallfahrtskirche Birnau (1746-50) direkt am Bodenseeufer aus, deren Pläne der Vorarlberger Peter Thumb lieferte. Die Klosteranlage kam nach der Säkularisation in den Besitz des Hauses Baden und wurde von diesem 2009 an das Land Baden-Württemberg verkauft. Die Klosterkirche und das Klostergelände sind leider nur im Rahmen von Führungen zu besichtigen.



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