Seligenporten


Das um 1240 gegründete Frauenkloster Seligenporten wurde 1248 in den Zisterzienserorden aufgenommen. Der mit einem königlichen Schutzbrief ausgestattete Konvent, dem vor allem Frauen des fränkischen Adels angehörten, bestand bis 1565. Anschließend wurde die Anlage als kurpfälzisches Klosterrichteramt weitergeführt. Später lebten hier Salesianerinnen bis zur Auflösung aller Klöster im Jahr 1804. Von 1930 bis 1967 war Seligenporten erneut Sitz einer Zisterziensergemeinschaft; die Mönchsgemeinschaft wurde 1967 aufgelöst. Die Klosterkirche ist heute Pfarrkirche des Ortes. Der im 13. und 14. Jahrhundert errichtete Bau entspricht den typischen Bauregeln des Zisterzienserordens für Nonnenklöster (einschiffiger Saalbau). Im Inneren des über 60m langen Baues erstaunt der Unterschied zwischen dem hohen, hellen Chor und dem durch die eingezogene Empore niedrig und dunkel wirkenden Langhaus.


Auf der Empore, zu der eine alte Holztreppe führt, befindet sich mit dem Chorgestühl aus dem späten 13. Jahrhundert das bedeutendste Ausstattungsstück der Kirche. Erhalten hat sich der Ostflügel des Kreuzgangs, heute in den Gutshof Seligenporten verbaut, dessen wunderschöner Biergarten ebenfalls einen Besuch lohnt.


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