Teistungenburg


In der Nähe einer Peterskapelle im Tal der Hahle wurde um 1260 ein Tochterkloster des Nonnenklosters Beuren in Thüringen gegründet. Teistungenburg war ein begütertes Kloster, dessen Niedergang erst in den Bauernkriegen einsetzte. Es überstand aber diese Zeit und konnte um 1617 sogar das ehemalige Mutterkloster Beuren neu besiedeln. Im Dreißigjährigen Krieg allerdings litt das Kloster sehr stark und verarmte anschließend. Endgültig aufgehoben wurde Teistungenburg 1809, als die Gegend zum Königreich Westphalen gehörte, einem von Napoleon gebildeten französischen Satellitenstaat. Teile der Klosteranlage standen noch bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts. Sie lagen allerdings unmittelbar an der Zonengrenze (auf DDR-Seite) und wurden daher bis 1975 vollständig abgerissen. Heute haben sich nur ein Teil der Klostermauer und ein barockes Portal erhalten. Am Rand des ehemaligen Klostergeländes steht heute das Hotel Teistungenburg; direkt nebenan liegt das Grenzlandmuseum Eichsfeld mit einer interessanten Ausstellung zur deutsch-deutschen Grenze.





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