Segensthal (Vlotho)


Das 1252 als Stiftung des Grafen Heinrich von Oldenburg in Rehme an der Weser gegründete Nonnenkloster Segensthal wurde 1270 nach Vlotho verlegt, weil sich der ursprüngliche Ort als zu überschwemmungsgefährdet herausgestellt hatte. In Vlotho wurde eine neue Klosteranlage errichtet, die allerdings 1340 durch einen Brand stark beschädigt wurde. Durch einen weiteren Brand und die Pestepidemie von 1349 war der Konvent wirtschaftlich so geschwächt, daß er 1430 schließlich aufgelöst wurde. Die verbliebenen Nonnen zogen nach Rulle bei Osnabrück. Ab 1430 lebten hier Zisterziensermönche, die das Kloster aber auch nicht mehr zum Blühen brachten. Schon um 1530 dürfte die Reformation Einzug gehalten haben, und 1560 wurde das Kloster endgültig aufgelöst. Heute steht in Vlotho an der Stelle des Klosters im Osten des Stadtzentrums die Stephanikirche, in deren Sakristei noch bauliche Reste des Klosters sichtbar sind.



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